Etappe 3
Gatersleben - Bernburg

Seen. Salze. Schlösser.

Herrliche Aussichten auf das Harzer Seeland, das aus einem alten Braunkohletagebau entstand, bieten sich auf dem Europaradweg R1 bei Hoym, Nachterstedt und Gatersleben. Aber auch schon lange Zeit davor war hier ein Seengebiet. Die Geschichte und Zukunft gibt heute einer ganzen Stadt den Namen. Neben Concordia- und Königsauer See sind auch der Löderburger und der Schachtsee Neugattersleben Folgen intensiven Bergbaus in der Region.


Ein weiterer unterirdischer Schatz ist das Salz, das im Salzlandkreis an verschiedenen Orten abgebaut und genutzt wird. Staßfurt, in dessen Natursolebad das Wasser so salzig wie Meerwasser ist, gilt weltweit als Wiege des Kalibergbaus. Im nicht weit entfernten Bernburg (Saale) werden aus großer Tiefe nach wie vor  salzige Kristalle geborgen. Sie tauen im Winter Eis und Schnee, enthärten Wasser, würzen Speisen, werden in der Chemie und Pharmazie genutzt.

Auf dem Weg vom Harzer Seeland zum Bernburger Salz treffen Sie auf architektonische Spuren der Fürsten von Anhalt und anderer Adliger. In Hoym erinnert  ein Schloss an die Zeit als einstige Residenzstadt des Fürstentums Anhalt-Bernburg-Hoym. Fürstin Gisela Agnes von  Anhalt-Köthen bestimmte als „Reichsgräfin von Nienburg“ Schloss Nienburg zu ihrem Witwensitz, wo ihr Sohn Johann Sebastian Bach kennenlernte und den Musiker als Kapellmeister nach Köthen-Anhalt verpflichtete. Die Fürsten zu Anhalt-Bernburg residierten hoch über der Saale in Bernburg. Von der herrschaftlichen Bedeutung der heutigen Kreisstadt künden das gewaltige Schloss mit Eulenspiegelturm und Schlosskirche samt Fürstengruft, aber auch das prächtige Neorenaissance-Rathaus und eine liebevoll sanierte Altstadt.

Bedeutende Sakralbauten wie die Stiftskirche St. Cyriakus in Frose, die ehemalige Klosterkirche in Hecklingen mit romanischer Stuckplastik von europäischem Rang und die gut erhaltene tausendjährige Klosterkirche in Nienburg entführen ins Hochmittelalter und gehören als Gesamtbauwerk oder mit einzelnen Bestandteilen zu den Standorten der „Straße der Romanik“. Die Klosterkirche Nienburg z. B. ist eines der bedeutendsten frühgotischen Bauwerke im mitteldeutschen Raum mit romanischem Mosaikfußboden.

 

Genuss für alle Sinne auf Schloss Hohenerxleben

Hoch über der Bode auf einem Kalkfelsen stehend, lädt Schloss Hohenerxleben zu Einkehr & Begegnung, Kultur & Bildung, Natur, Genuss & Erholung ein. Eine Stiftung führt dort „in der Verbindung aus Ost und West, alter Familientradition und neuen, kulturellen Werten und dem achtungsvollen Zusammenleben verschiedener Kulturen und Generationen“ ein offenes Haus. Die gemeinnützige Schloss Theatrum Herberge Hohenerxleben Stiftung rettet seit 1997 das  Baudenkmal vor weiterem Verfall und haucht dem altehrwürdigen Gemäuer, dessen heutige Gestalt hauptsächlich im 18. und 19. Jahrhundert geprägt wurde, neues Leben ein.

So gibt es festliche Konzerte und vielfältiges Kammertheater, individuell gestaltete Zimmer in der Schlossherberge im Ostflügel und in einem Raum aus den Gründerjahren, in dem alte Holztäfelungen für ein historisches Ambiente sorgen, erlesene Speisen und Getränke. Das Ensemble Theatrum ist ein fester Bestandteil der Schloss Theatrum Herberge Hohenerxleben Stiftung und dem Wiederaufbau des Schlosses mit verpflichtet. Seine festen Mitglieder sind  professionelle Künstler, die unter Leitung von Friederike von Krosigk eine Kulturstätte mit festem Spielbetrieb im Schloss gestalten.

Mit der Tänzerin und Musikerin Friederike von Krosigk wird die Tradition des Namens von Krosigk in Hohenerxleben gewahrt. Dem alten Adelsgeschlecht von Krosigk mit früher zahlreichen Besitztümern in Anhalt und Nachbargebieten gehörte über einige Jahrhunderte auch das 1205 erstmals urkundlich erwähnte Schloss Hohenerxleben. Die Familie ließ die Kirche sowie große Teile des Dorfes errichten und das Schloss umbauen. Im Zuge der Bodenreform wurde sie enteignet und das  Schloss zeitweise als Schulungsort genutzt.

Der Europaradweg R1 führt direkt durch den etwa neun Hektar großen Schlosspark, der im 19. Jahrhundert im englischen Landschaftsstil entstand und fast 200  Jahre alte Stieleichen als besondere Naturdenkmale in seinem Bestand hat.

 

Informationen für Ihren Urlaub im Salzlandkreis


Tourismusverband Salzlandkreis e. V. 
Solbadstraße 2 
06406 Bernburg (Saale) 
 
Tel. 03471-301204 
 

Streckenverlauf der 3.Etappe


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Nienburg (Saale)