Etappe 1
Ilsenburg - Thale

Nationalpark. Bunt. Sagenhaft.

Zahlreiche Sehenswürdigkeiten laden am Wegesrand dieser 36 Etappen-Kilometer zu einem Besuch ein. Dominiert wird die Gegend vom 1.141 Meter hohen Brocken. Umgeben wird er vom Nationalpark Harz, der sich über ca. 25 ha erstreckt und 900 Höhenmeter überwindet. Der Brocken wird auch „Blocksberg“ genannt. Der höchste Berg im Norden Deutschlands, mit alpinem Klima, beeindruckte bereits Goethe und Heine. Das Brockenplateau erreicht man z. B. über den Heinrich-Heine-Weg ab Ilsenburg.

 

Die Legende von der schönen Ilse

Es war einmal eine Königstochter namens Ilse, die dem tapferen Ritter Ralf versprochen war. Gern ging Ilse in den Harzwäldern spazieren. Eines Tages verirrte sie sich und wurde von der Bergkönigin aufgenommen und in einen prachtvollen Kristallpalast geführt. Dort blieb sie ein Jahr. Weil aber die Sehnsucht so groß war, bat Ilse um Rückkehr nach Hause. Ilse musste der Königin versprechen, niemanden von dem unterirdischen Reich zu berichten. Sie versprach dies und durfte wieder zu ihrem Geliebten zurück. Dieser aber fragte, wo sie ein Jahr lang gewesen sei. Irgendwann erweichte ihr Herz und sie erzählte ihm von der sagenhaften Bergwelt. Das wiedervereinte Paar schlief über die Erzählungen hinweg ein. Als er erwachte und seine liebliche Königstochter umarmen wollte, da sah er statt ihr – einen frischen, sprudelnden Quell. Das Wasser sprang lustig hervor und plätschert noch heute…

Das Ilsetal, die Stadt selbst und das Kloster Ilsenburg laden zum Verweilen ein. Folgt man der Route, so ist schon von weitem das Schloss der „Bunten Stadt am Harz“ Wernigerode sichtbar. Dessen markantes Rathaus und die aufwendig sanierten Fachwerkhäuser im historischen Stadtkern zeigen unter anderem, wie „bunt“ die Stadt tatsächlich ist. Das schiefe, das kleinste oder das älteste Haus bieten sehenswerte Besonderheiten der reichen Fachwerkidylle. Im Bürgerpark Wernigerode können Sie den Harz im Kleinformat bestaunen. Der Miniaturenpark „Kleiner Harz“ präsentiert 50 Modelle von verschiedenen Bauwerken des Harzes. Entlang des R1 sind mit ihren Gärten auch die Klöster Drübeck und Michaelstein sowie die Schlossgärten, die Burg Regenstein und die Teufelsmauer bei Blankenburg sehenswert. Das Ziel der Etappe ist Thale.

 

Romanik und Gartenkunst im Kloster Drübeck

Weithin sichtbare Türme, beeindruckende Gewölbe und wunderbare Gärten laden in das Kloster Drübeck ein. Es gehört mit seiner Klosterkirche St. Vitus und den Klostergärten zu Sachsen-Anhalts Tourismusprojekten „Straße der Romanik“ und „Gartenträume“ und zählt zu den ältesten Klostergründungen Mitteldeutschlands.

Der Sage nach erfüllte dort eine verwunschene Prinzessin ihr Gelübde:
„Wo sich drei Bäche begegnen, die Stelle will ich segnen. Da will ein Haus ich bauen für fromme, stille Frauen“. Im Harzwald fündig geworden, beschloss die Prinzessin ihr Gelübde zu erfüllen. Sie selbst wollte als Nonne dort einziehen. Baumeister schufen die Klosterkirche mit dem Doppelturm. Ein böser Zauberer soll die schöne Prinzessin mit einem Schweinerüssel anstatt eines Mundes verunstaltet haben. Daher wollte sie zurückgezogen leben. Ein Edelmann, der sich unsterblich in sie verliebt hatte, schlich sich in ihre Gemächer und als er den Rüssel sah, schrie er auf. Entsetzt fiel die Prinzessin tot um. Mitleid überfiel den Edelmann und er küsste den übelgestalteten Mund. Da geschah ein Wunder: Der Rüssel verschwand und ein lieblicher Mund war an seiner Stelle. Ein Bild im Giebel der Klosterkirche zeugt von der Prinzessin mit dem „Schweinerüssel“.

Tatsächlich lebten in Drübeck über 1100 Jahre lang Frauen in einer Gemeinschaft. Im Zuge der Reformation säkularisiert, blieb es als evangelisches Damenstift erhalten und ging später in den Besitz der Grafen zu Stolberg-Wernigerode über. Ab Anfang des 20. Jahrhunderts erfolgte eine Neuorientierung des Damenstifts auf soziale Tätigkeiten. Heute beherbergen die historischen Bauten eine Tagungsstätte der evangelischen Kirche in Mitteldeutschland mit einem pädagogisch-theologischen Institut, einem Haus der Stille, einem Pastoralkolleg und einem Medienzentrum. Das Gelände ist umgeben von den fünf verschiedenen  Klostergärten. Der Klosterhof mit der 270-jährigen Sommerlinde lädt zu einer Entdeckungsreise in die Klostergeschichte ein. Im ehemaligen Gärtnerhaus bietet das Kloster-Café einen Gästen Genuss bei duftendem Kaffee, köstlichem Eis oder frisch gebackenem Kuchen und am Abend als Weinstube bei einem guten Tropfen.

 

Weitere Informationen für Ihren Harzurlaub


Harzer Tourismusverband e.V.
Marktstraße 45
38640 Goslar

Streckenverlauf der 1.Etappe


Unterkünfte finden


Über die Buchungsmaske bei unserem Partner HRS DS Booking Solution finden Sie Unterkünfte entlang des Radweges und unterstützen dabei über die Klimapatenschaft Tourismus auch regionale Umweltprojekte. 


Unterkünfte anzeigen »

Ihre Meinung ist uns wichtig!


Sie reisen mit dem Fahrrad auf dem Europaradweg oder haben Ihre Reise bereits beendet. Gerne nehmen wir Ihre Wünsche und Anregungen entgegen, um das Angebot am Europaradweg dementsprechend zu gestalten.


PDF herunterladen »

Entdecken Sie auf dieser Etappe


Ilsenburg


Wernigerode


Blankenburg (Harz)


Thale